Vertiefungsseminare 2019 / 2020


Scham basierte Störungen

6./7. Dezember 2019 (Warteliste)
Kursleitung: Erwin Lichtenegger und Dominik Schönborn

 

Schambasierte psychische Störungen entwickeln sich im Kontext von Beziehungen. Sie sind oft eng verbunden mit existentieller Bedrohung.  Im Seminar untersuchen wir ein breites Spektrum von Scham, ausgehend von sozial notwendigen über «neurotische» Formen von Scham (speziell bei sozialer Angst) bis hin zu vernichtender Scham und Selbsthass bei Betroffenen von komplexen Traumatisierungen und Vernachlässigung. Die sozialen und körperlichen Dimensionen des Schamerlebens werden fokussiert.

 

Die Behandlung  schambasierter Störungen stützt sich auf die Bearbeitung beschämender Prägeerfahrungen, deren Auflösung in der therapeutische Beziehung und auf die Entwicklung einer positiven Beziehung zu sich selbst. Die Psychotherapie mit Persönlichkeitsanteilen bietet dafür wirksame Strategien und Techniken. Übungen in Kleingruppen ergänzen wie gewohnt die Theorievermittlung.



Mit Ego States im Körper arbeiten

28. März 2020 (Samstag in Winterthur)
Kursleitung: mit Dominik Schönborn (je nach Gruppengrösse zusammen mit Erwin Lichtenegger)

Achtung, für diesen Samstag gelten spezielle Kurszeiten
9.30 bis 17.10 mit rund 1 Stunde Mittagspause.

 

An diesem Eintages-Seminar entdecken wir Ego States im Körper und lassen ihnen Raum sich im Körper zu entfalten. Dabei lernen wir Körperprozesse zu begleiten und Veränderungen "von unten nach oben" (bottom up) zu unterstützen. Diese Art des Zugangs eignet sich für uns selbst, für "neurotische" und auch für traumatisierte Menschen. Das Seminar ist auf die Praxis und das Üben ausgerichtet und fokussiert dabei auf die körperorientierte Prozessbegleitung und auch auf das Pendeln zwischen Anteilen.
Dieses Seminar weist andere Schwerpunkte auf, als das körperorientierte Seminar vom Juni 2017.  

Voraussetzung sind Interesse und Bereitschaft sich in die praktische Arbeit in Kleingruppen einzulassen. 



Bindung, Bindungsstile, Bindungs-störungen

18./19. September 2020 (Freitag, Samstag in Winterthur)

Kursleitung: Erwin Lichtenegger und Dominik Schönborn

 

Frühe Bindungserfahrungen prägen die psychische Entwicklung und damit auch die Persönlichkeitsstruktur. Menschen, welche von problematischen Bindungserfahrungen geprägt sind, fällt es oft schwer ihre Emotionen adäquat zu regulieren und zu mentalisieren. Sie weisen ein hohes Risiko auf für unbefriedigende Beziehungen zu Anderen und zu sich selbst. In der Behandlung ist die therapeutische Beziehung zentral. Häufig kommt es hier zur Aktivierung früherer Bindungsmuster mit schwierigen Reinszenierungen. Wir zeigen, wie die Konzepte der Bindungstheorien und der Ego States Therapie aufeinander abgestimmt und in der anspruchsvollen Gestaltung der therapeutischen Beziehung erfolgreich angewendet werden können. Die Vermittlung von praxisorientierter Theorie wird wie üblich ergänzt durch Übungen in Kleingruppen.

Voraussetzung: Besuch des Grundseminars 1 oder ähnliche Vorbildung erwünscht.



Verlust und Trauern

30./31. Oktober 2020 (Freitag, Samstag in Winterthur)

Kursleitung: Kerstin Gabriel Felleiter und Erwin Lichtenegger

 

Der Umgang mit leidvollen Verlusten von nahen Bezugspersonen stellt für die Betroffenen wie auch für uns als ihre TherapeutInnen oft eine grosse Herausforderung dar. Wie können wir die Trauerbewältigung unterstützen?

Welche therapeutischen Strategien helfen individuelle Trauerprozesse taktvoll zu begleiten und ermöglichen Betroffenen eine liebevolle innere Beziehung zu ihren Verstorbenen? Welche Rolle spielt dabei die Beziehung trauernder Menschen zu sich selbst? Und wie können wir die Arbeit mit Anteilen in diesem Prozess nutzen? Ein weiteres Thema des Seminars ist der Umgang mit Angehörigen, welche eine Bezugsperson durch Suizid verloren haben. Wir widmen uns diesen Themen wie gewohnt mit Theorie und praktischen Übungen in Kleingruppen.

Voraussetzung: Besuch des Grundseminars 1 oder ähnliche Vorbildung erwünscht.